Pflanzenschutz - Maßnahmen

Spritzenreinigung

Die Ergebnisse aus dem Projekt Kläranlage Hahnheim aus 2018 liegen vor. Der Trend der Fracht der Fungizide im Abwasser ist gegenüber 2017 und auch langjährig leicht abnehmend. Die Spitzenbelastungen treten regelmäßig auf während und Ende der Haupt-Anwendungen, etwa in den Kalenderwochen 25, 27-33, also von Ende Juni ab, vor allen von Anfang Juli bis Mitte August. Die 10 häufigsten Fungizid-Wirkstoffe in 2018 waren: Boscalid (Collis, Catus), Dimethomirph /Forum Star/Gold), Folpet (Folpan, Forum Star), Myclobutanil (Systane), Pyrimethanil (Scala), Iprovalicarb (Melody Combi), Tebuconazol (Luna Experience), Penconazol (Topas), Metrafenone (Vivando), Fluopyram (Luna Experience). Die zeitliche Verteilung lässt vermuten, dass die Belastungen vor allem von der Spritzenreinigung aus dem Weinbau herrühren. Schlussfolgerungen: Bei der Spritzenreinigung bzw. zum Abschluss der Spritzsaison darf auch nicht die geringste Menge an Pflanzenschutzmittel in die Kanalisation gelangen, da jedes Gramm gefunden wird. Auf dem Weg zum Acker/Weinberg darf kein Pflanzenschutzmittel auf der Straße verloren gehen: Dichtung des Spritzfasses o.k., nur bis Nennvolumen füllen. Die Kläranlage Hahnheim dient als Projektgebiet. Die Schlussfolgerungen lassen sich verallgemeinern. Im Ackerbau sind wohl die Termine Kulturwechsel und Abschluss der Spritzsaison sehr sensibel. Beispiel: Dieses Jahr ist Mancozeb (Tridex) in Zuckerrüben genehmigt. Wird dies außerhalb der Kartoffel-Anbaugebiete gefunden, liegt der Schluss nahe, dass es aus den Fungizidbehandlungen der Zuckerrüben stammt.


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