Pflanzenschutzmittelprüfungen und Lückenindikation im Weinbau

Rückstände/Gär- und Geschmacksbeeinflussung

Im Rahmen des Zulassungsverfahrens für Pflanzenschutzmittel führen wir die für Rückstandsuntersuchungen notwendigen Freiland- und kellertechnischen Versuche durch. Ziel der Untersuchungen ist die Bestimmung möglicher Rückstände der zu prüfenden Wirkstoffe sowie der Einfluss der Mittel auf den Verlauf der Gärung und den Geschmack des Weines.

Biologische Wirksamkeit/Einfluss auf Nützlinge

Wesentlicher Teil des Zulassungsverfahrens für Pflanzenschutzmittel sind auch die Prüfungen auf biologische Wirksamkeit in der jeweiligen Kultur und der Einfluss eines Mittels auf die Population bestimmter Nützlingen. Für Zulassungen im Weinbau führen wir sowohl Untersuchungen zur biologischen Wirksamkeit als auch zur Nützlingsschonung durch. Da Raubmilben als natürliche Gegenspieler der schädlichen Spinnmilben im Weinbau eine ganz besondere Bedeutung haben, wird in erster Linie der Einfluss von Pflanzenschutzmitteln auf die Population der Raubmilben geprüft.

Landesweite Koordination und Durchführung der Zulassungsprüfungen nach GLP/GEP

Die Applikation der zu prüfenden Pflanzenschutzmittel erfolgt mit einem speziell dafür entwickelten Parzellenspritzgerät, das eine exakte Ausbringung der Mittel erlaubt. Alle zulassungsrelevanten Arbeiten werden entsprechend gesetzlicher Bestimmungen und internationaler Richtlinien sowie in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Guten Laborpraxis (GLP) bzw. der Guten Experimentellen Praxis (GEP) durchgeführt.
Wir koordinieren alle Pflanzenschutzmittelprüfungen die von Dienststellen des Landes Rheinland-Pfalz im Bereich Weinbau durchgeführt werden.
Ansprechpartner: Joachim Schmidt

Bundesweite Koordination von Genehmigungen nach § 22 PflSchG (Lückenindikation)

Für Indikationen, die im Weinbau zwar eine größere Bedeutung erreicht haben, für die aber (noch) keine Pflanzenschutzmittel zugelassen sind, erarbeiten und koordinieren wir bundesweit Anwendungsgenehmigungen gemäß § 22 des Pflanzenschutzgesetzes.
Ansprechpartner: Dr. Andreas Kortekamp





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