Stand: 10/25/2019
Die neue Düngeverordnung (DüV) wurde im Bundesgesetzblatt veröffentlicht und ist am 2. Juni 2017 in Kraft getreten. Im Folgenden werden die wesentlichen Inhalte dargestellt.

Verbotszeitraum
Landwirte sollten sich alsbald mit der Planung der Gülleausbringung im zweiten Halbjahr beschäftigen! Die neuen Regeln unterscheiden sich deutlich von den bisherigen und erfordern u.U. eine Anpassung der Fruchtfolge.
Das Aufbringen von Düngemitteln mit N-Gehalten über 1,5 % in TM (auch Gülle, Jauche, Geflügelmist, Gärreste, Klärschlamm; ausgenommen sind Festmiste von Huf-/Klauentieren sowie Komposte) ist nicht zulässig auf Ackerland ab der letzten Hauptfruchternte bis zum 31. Januar des Folgejahres.
Zulässig (ohne Antragstellung) ist die Aufbringung bis 30 kg Ammonium-N oder 60 kg Gesamt-N/ha bei entsprechendem Bedarf bis 1. Oktober
- zu Zwischenfrüchten, Winterraps oder Feldfutter (jeweils bis 15 September gesät)
- zu Wintergerste nach Getreide (bis zum 1. Oktober gesät)
Der Begriff "Feldfutter" ist in der DüV nicht definiert.
Auf Grünland und mehrschnittigem Feldfutterbau besteht der Verbotszeitraum vom 1. November bis 31. Januar. Zu beachten ist, dass es im Oktober häufig sehr nass ist oder dass noch ein Aufwuchs auf den Flächen steht.

Für Festmiste von Huf- und Klauentieren und Kompost gilt ein Aufbringungsverbot für Acker- und Grünland vom 15. Dezember bis 15. Januar, ansonsten keine N-Obergrenze.

Eine Verschiebung der Verbotszeiträume ist auf Antrag (zu richten an die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion in Trier (ADD)) bis zu 4 Wochen möglich. Hierzu sollten rechtzeitig Planungen erfolgen, in welchen Regionen dies sinnvoll erscheint.
Bei analytisch festgestellten TM-Gehalten unter 2 % kann auf Antrag der Verbotszeitraum aufgehoben oder eingegrenzt werden, wenn maximal 30 kg Gesamt-N/ha aufgebracht werden.

Zur Vermeidung von Abschwemmungen dürfen N- und P-haltige Stoffe nicht auf überschwemmten, wassergesättigten oder schneebedeckten Böden aufgebracht werden.
Auf gefrorenen Böden sind unter folgenden Voraussetzungen bis 60 kg Gesamt-N/ha zulässig:
Der Boden taut am Tag des Aufbringens auf, Abschwemmungen sind nicht zu befürchten, eine Pflanzendecke ist vorhanden (Winterung, Zwischenfrucht, Grünland), und durch den Frost werden Strukturschäden/Bodenverdichtungen vermieden.
Bei Aufbringung von Festmist von Huf-/Klauentieren und Kompost (ohne N-Mengen-Begrenzung) gelten die gleichen Bedingungen, jedoch muss der Boden tagsüber nicht auftauen. Beim Aufbringen von Kalken bis 2 % Phosphat dürfen keine Abschwemmungen auftreten.

Düngebedarfsermittlung für Stickstoff

- im Ackerbau
Mit der neuen Düngeverordnung muss für jede Kultur im Ackerbau, die ab Inkrafttreten (2. Juni 2017) bzw. auch noch in der zweiten Jahreshälfte gedüngt werden soll, ein N-Bedarf schriftlich ermittelt werden.
Dies gilt insbes. für Zweitfrüchte, Zwischenfrüchte, Feldfutter, Winterraps und Wintergerste. Das folgende Merkblatt beschreibt die Anforderungen und kann gleichzeitig als Formular benutzt werden. 2018 09 Merkblatt DüV N-Bedarfsermittlg zweites Halbjahr.pdf2018 09 Merkblatt DüV N-Bedarfsermittlg zweites Halbjahr.pdf

Ab dem Frühjahr 2018 gilt: Neben der Feststellung der im Boden verfügbaren N-Mengen (wie bisher genügen im Ackerbau repräsentative Nmin-Werte) sind kulturspezifische, standortbezogene Obergrenzen für Stickstoff nach konkreten Vorgaben der Düngeverordnung in schriftlicher Form zu ermitteln. Basis ist der dreijährige Ertragsdurchschnitt (eigene Aufzeichnungen, weicht in einem Jahr der Ertrag um mehr als 20 % vom Vorjahr ab, kann stattdessen der Ertrag des Vorjahres angenommen werden).
Vorgehensweise: ertragsabhängiger N-Bedarfswert abzüglich Nmin (je nach Tiefgründigkeit bis 90 cm, bei Sommergetreide/Kartoffeln bis 60 cm), abzüglich Korrekturen für Vorfrucht/Zwischenfrucht und (sofern auf Ackerflächen > 4 %) für Humus, abzüglich 10 % vom Gesamt-N der im Vorjahr aufgebrachten organischen Düngung, ergibt die zulässige N-Obergrenze bzw. N-Zufuhr.

Bsp. Winterweizen (A- oder B-Qualität) 80 dt/ha (Bedarfswert 230); 40 kg Nmin; Vorfrucht Raps (10 kg N); 10 % des aufgebrachten N mit organischer Düngung. im Vorjahr: 20 m³ R-Gülle * 4 kg N/m³ = 80 kg N/ha * 10 % minus 17 % Aufbringungsverluste = 7 kg N/ha. N-Obergrenze gleich 173 kg N/ha.
Mindestanrechnung beim Einsatz organischer Dünger innerhalb der N-Obergrenze: z.B. 50 % des N in Rindergülle oder flüssigen Gärresten, 25 % des N in Rindermist etc.

Im folgenden Merkblatt ist die ab Frühjahr 2018 anzuwendende Vorgehensweise der N-Düngebedarfsermittlung im Ackerland beschrieben:
Merkblatt Ackerland-N-Düngung 04-2019.pdfMerkblatt Ackerland-N-Düngung 04-2019.pdf
Für die Bodenuntersuchung auf Nmin besteht ein Probenbegleitblatt, in dem der Landwirt seine Bewirtschaftungsdaten einträgt, damit eine schlagspezifische N-Düngeempfehlung erstellt werden kann, z.B. vom Berater oder vom Bodenlabor: Nmin-Probenbegleitblatt 09-2019.pdf

- im mehrschnittigen Feldfutterbau
Ab dem Vegetationsjahr 2018 muss auch für mehrschnittigen Feldfutterbau (Gras, Klee, Luzerne, die mehrmals genutzt werden können) eine schriftliche N-Bedarfsermittlung erfolgen.
Grundlage hierfür sind die erzielbaren Trockenmasseerträge und Rohproteingehalte. Die Vorgehensweise ist davon abgesehen recht einfach. Wie bei Grünland-Schnittnutzung ist die N-Menge im Aufwuchs gleich dem N-Bedarfswert. Vom N-Bedarfswert werden für die N-Nachlieferung aus Leguminosenanteilen am Ertrag Abzüge vorgenommen. Auf Moorböden ist die N-Nachlieferung gesondert zu berücksichtigen. Weiterhin sind ebenso wie im Ackerbau 10 % des Gesamt-N der im Vorjahr aufgebrachten organischen Düngung abzuziehen, um die N-Obergrenze (zulässige N-Zufuhr) zu ermitteln. Stickstoffbodenuntersuchungen werden wie im Grünland für die N-Bedarfsermittlung nicht verlangt.
Organische Düngung wird wie im Ackerbau mit einer Mindestausnutzung, bezogen auf den Gesamt-N-Gehalt, angerechnet (z.B. 50 % bei Rindergülle).

Im folgenden Merkblatt ist die ab Frühjahr 2018 Vorgehensweise der N-Düngebedarfsermittlung für mehrschnittigen Feldfutterbau beschrieben:
Merkblatt N-Bedarf mehrschnitt Feldfutterbau DüV 2017.pdfMerkblatt N-Bedarf mehrschnitt Feldfutterbau DüV 2017.pdf
- im Grünland
Ab dem Vegetationsjahr 2018 muss auch für Grünland eine schriftliche N-Bedarfsermittlung erfolgen.
Grundlage hierfür sind die erzielbaren Trockenmasseerträge und Rohproteingehalte. Die Vorgehensweise ist davon abgesehen recht einfach. Bei Schnittnutzung ist die N-Menge im Aufwuchs gleich dem N-Bedarfswert, bei Weidenutzung ist der N-Bedarfswert halb so hoch (wegen der Rückführung der Nährstoffe mit Kot und Harn). Bei Mähweidenutzung sind die Ertragsanteile von Schnitt und Beweidung zu berücksichtigen (durch Schätzung). Vom N-Bedarfswert werden für die N-Nachlieferung aus den Humusgehalten (keine Analysenpflicht, Schätzung genügt) und den Leguminosenanteilen am Ertrag Abzüge vorgenommen. Weiterhin sind ebenso wie im Ackerbau 10 % des Gesamt-N der im Vorjahr aufgebrachten organischen Düngung abzuziehen, um die N-Obergrenze (zulässige N-Zufuhr) zu ermitteln. Stickstoffbodenuntersuchungen spielen im Grünland bei der N-Bedarfsermittlung keine Rolle.
Organische Düngung wird wie im Ackerbau mit einer Mindestausnutzung, bezogen auf den Gesamt-N-Gehalt, angerechnet (z.B. 50 % bei Rindergülle).

Im folgenden Merkblatt ist die ab Frühjahr 2018 Vorgehensweise der N-Düngebedarfsermittlung im Grünland beschrieben:
Merkblatt N-Bedarf Grünland DüV 2017.pdfMerkblatt N-Bedarf Grünland DüV 2017.pdf

Hier finden Sie den Excel-basierten N-Düngeplaner, mit dem die standortbezogenen N-Obergrenzen sowie eine kulturspezifische N-Düngeempfehlung ermittelt werden kann, sowohl für Ackerland als auch für Grünland und für den Weinbau. Ab der Version 1.2 können Sie auch den P-Bedarf bzw. die zulässige P-Düngung berechnen. Ab der Version 1.4 wurden Änderungen im Wesentlichen bei organischen Düngern und deren Berücksichtigung bei der Ermittlung des N-Dünger-Zukaufbedarfs vorgenommen.

Die aktuelle Version 1.5N-Düngeplaner RP 1.5.xlsxN-Düngeplaner RP 1.5.xlsx enthält im Vergleich zu 1.4 weitere Kulturen bei "DüV-N-Ackerbau" (z.B. Grassamen und einige BGA-Substratpflanzen), die Möglichkeit zwei verschiedene organische Dünger bei den kulturspezifischen Tabellen einzugeben, etc.
Und hier finden Sie den N-Düngeplaner als ods-Datei, die auch unter Open Office oder Libre Office läuft. N-Düngeplaner RP 1.5.odsN-Düngeplaner RP 1.5.odsBitte öffnen Sie diese Version auch nur mit einem dieser beiden Programme, so wie Sie die xlsx-Version auch nur mit Excel öffnen sollten.
Achtung: Bis zur Version 1.2 waren die Nährstoffausscheidungen der Jungrinderaufzucht fehlerhaft (ich bitte dies zu entschuldigen. Das hatte Konsequenzen für die Berechnungen rund um organische Dünger, jedoch nicht für den N- oder P-Bedarf der Kulturen).
Konstruktive Kritik zu dieser Tabellenkalkulation ist willkommen.

Abstände bei der Düngung nahe an Gewässern
Keine Düngung innerhalb 4 m zur Böschungsoberkante; mit Grenzstreueinrichtung oder nicht überlappender Ausbringung (Streubreite = Arbeitsbreite) keine Düngung innerhalb 1 m.
Bei mehr als 10 % Steigung innerhalb der ersten 20 m zur Böschungsoberkante 5 m Mindestabstand (weitere Auflagen im Bereich 5 - 20 m, siehe Merkblatt Gewässerabstände Merkblatt Gewässerabstände DüngeV 2017.pdfMerkblatt Gewässerabstände DüngeV 2017.pdf).

170 kg N-Obergrenze/ha im Betriebsdurchschnitt für organische / organisch-mineralische Düngemittel (einschl. Weidegang). Die Einhaltung der Obergrenze von 170 kg N/ha richtet sich für das Jahr 2017 noch nach der bisherigen Berechnung, also nur für Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft, sofern im Nährstoffvergleich das Kalenderjahr als Bezugszeitraum gewählt wird. Die Neuregelung (für alle organischen Dünger) gilt dann erst ab 2018. Wer als Bezugszeitraum das Wirtschaftsjahr gewählt hat, für den gilt die Begrenzung bereits im laufenden Wirtschaftsjahr 2017/18. Die Begrenzung gilt immer im Jahresdurchschnitt des Betriebes. Zum Betrieb gehören alle Flächen, die gedüngt werden dürfen! Flächen, die nicht gedüngt werden dürfen, aus welchen Gründen auch immer, gehören nicht dazu.
Anzurechnen auf die 170er N-Obergrenze sind (was den Gehalten in den Düngemitteln entsprechen soll) z.B. 85 % der N-Ausscheidungen in Rindergülle oder 95 % der N-Frachten von Substraten einer Biogasanlage. Im Falle von Kompost dürfen 510 kg N/ha in drei Jahren ausgebracht werden (Einhaltung N-Saldo im Nährstoffvergleich beachten!).
Zur Frage was organisch-mineralische Düngemittel sind: Hier ist vor allem das Einmischen von Ammoniumsulfat ("bluesulfate" etc.) in Gülle zu nennen. Solche Düngemittel fallen ebenfalls in die 170-kg-N/ha-Regelung.
Siehe Merkblatt Wirtschaftsdünger gemäß neuer Düngeverordnung 2019 06 Merkblatt DüV Wirtschaftsdünger.pdf2019 06 Merkblatt DüV Wirtschaftsdünger.pdf

Unverzügliche Einarbeitung
Organische und organisch-mineralische Dünger mit N-Gehalten über 1,5 % in der TM und dabei mehr als 10 % leicht löslichen bzw. Ammonium-N (incl. Wirtschaftsdünger, ausgenommen sind Festmiste von Huf-/Klauentieren und Komposte) sind zur Vermeidung gasförmiger Ammoniakverluste auf unbestelltem Ackerland unverzüglich, d.h. innerhalb von 4 Stunden nach Beginn der Aufbringung einzuarbeiten.
Stoffe mit weniger als 2 % TM (aufgrund Analyse) müssen nicht eingearbeitet werden. Und Harnstoff darf ab 2020 nur mit unverzüglicher Einarbeitung oder mit Ureasehemmstoff aufgebracht werden.
Ab 2020 sind auf bestelltem Ackerland und ab 2025 auf Grünland und mehrschnittigem Feldfutter flüssige organische und flüssige Wirtschaftsdünger mit wesentlichen Gehalten an verfügbarem N nur noch streifenförmig aufzubringen oder direkt einzuarbeiten.
Ausnahmen auf Antrag bei Unzumutbar- oder Unmöglichkeit, z.B. aus Sicherheitsgründen, möglich.
Zur Auswahl und zu Fördermöglichkeiten von Geräten zur Gülleausbringung liegt ebenfalls ein Merkblatt vor: 2019 Merkblatt Gülleverteiler.pdf2019 Merkblatt Gülleverteiler.pdf

Fassungsvermögen für die Lagerung flüssiger Wirtschaftsdünger (Gülle, Jauche, Gärreste incl. Sickersäfte, Niederschlagswasser und nicht abpumpbarer Reste): mindestens 6 Monate.
Ab 2020 benötigen Betriebe mit Tierbesatz über 3 GV/ha oder ohne eigene Aufbringungsflächen mindestens 9 Monate Lagerkapazität sowie alle Betriebe, die Festmiste oder Kompost erzeugen, für diese Stoffe zwei Monate Lagerplatz.

Bodenuntersuchungspflicht
Nach wie vor besteht eine Bodenuntersuchungspflicht für Phosphat (Schläge ab 1 ha, sofern mehr als 30 kg P2O5/ha in einem Jahr gedüngt werden, Analyse nicht älter als 6 Jahre). Bei Gehalten über 20 mg CAL-löslichem P2O5/100g Boden ist die P-Düngung durch die P-Abfuhr mit dem Erntegut begrenzt, kann aber innerhalb der Fruchtfolge auf drei Jahre im Voraus gegeben werden.

Änderungen beim Nährstoffvergleich
Künftig sind geringere N- und P-Salden („Kontrollwerte“) einzuhalten, und zwar bei Stickstoff im 3-Jahres-BetriebsØ max. 60 (ab 2018-2020: 50) kg N-Überschuss/ha (Verlustansätze möglich: Missernten, best. Düngemittel, Qualitäten etc., bei Gemüse: plus 60 kg N/ha zulässig (jedoch nicht bestimmten Wurzel- u.a. Gemüsearten sowie Trockenspeisezwiebeln)).
Bei Phosphat gelten im 6-Jahres-BetriebsØ max. 20 (ab 2018-2020: 10) kg P2O5-Überschuss/ha.
Inhaltliche Änderungen beim Nährstoffvergleich betreffen zunächst nur Wiederkäuer haltende Betriebe. Bei ihnen sind die Erträge der "Grobfutterflächen" (gemeint sind damit Flächen des Futterbaus) über den Tierbestand zu erfassen, Futterverluste können berücksichtigt werden.
Mit dem Inkrafttreten der „Stoffstrombilanz-Verordnung“ (zu Beginn 2018), sind zunächst viehstarke Betriebe (ab 2,5 GV/ha mit mind. 20 ha) und solche viehhaltenden Betriebe oder Biogasbetriebe, die Wirtschaftsdünger von anderen aufnehmen, betroffen, zusätzlich eine Stoffstrom- bzw. „Hoftorbilanz“ zu erstellen, und ab 2023 alle Betriebe ab 20 ha oder 50 GV, oder wenn sie Wirtschaftsdünger aufnehmen.

Ausgenommen von den Pflichten zum Nährstoffvergleich und weiteren Aufzeichnungen sind insbesondere Betriebe, die auf keinem Schlag mehr als 50 kg N oder 30 kg Phosphat/ha aufbringen oder Betriebe, die insgesamt weniger als 15 ha und dabei weniger als 2 ha in der Summe von Gemüse, Hopfen, Reben und Erdbeeren bewirtschaften, weniger als 750 kg N aus Wirtschaftsdüngern tierischer Herkunft sowie keine Wirtschaftsdünger oder Gärreste von anderen einsetzen.

Die neue Form des Nährstoffvergleichs ist für 2018 und 2019 bzw. für die Wirtschaftsjahre 2017/18 und 2018/19 vorzulegen (also spätestens jeweils bis zum 31. März 2019 und zum 31. März 2020).
Dazu wird eine neue (kostenlose) PC-Anwendung (Excel-basiert) angeboten. mit der der betriebliche Nährstoffvergleich (nach der neuen Form) sowie simultan auch die Stoffstrombilanz berechnet werden können..
Die Anwendung eignet sich für alle landw. Betriebe, auch mit Weinbau, Tierhaltung oder Biogasanlagen.
NV-SSB-RLP Vers. 1.7.xlsxNV-SSB-RLP Vers. 1.7.xlsx
Da die Anwendung noch relativ neu ist, können Fehler nicht ausgeschlossen werden. Bitte wenden Sie sich ggf. per E-Mail an den Autor, damit eine rasche Korrektur möglich ist.
Das bisherige PC-Programm DUNGINFO plus wird nicht mehr fortgeführt, es ist als Datenbankanwendung "in die Jahre gekommen" und kann nicht mehr aktualisiert werden.
Wer den Nährstoffvergleich lieber von Hand rechnet, findet hier eine Vorlage:
Formular Nährstoffvergleich RLP 02 2019.pdfFormular Nährstoffvergleich RLP 02 2019.pdf
Weitere Auflagen (ab September 2019)
Die Bundesländer sind verpflichtet, in Gebieten mit aus der Landwirtschaft stammender hoher Nitratbelastung des Grundwassers oder hoher Phosphatbelastung der oberirdischen Gewässer zusätzliche Maßnahmen aus einer in der Düngeverordnung vorgegebenen Liste zu erlassen.
Im September 2019 wurde daher von der Landesregierung die Landesdüngeverordnung erlassen, wonach Bodenuntersuchungen auf N vorgeschrieben werden, bei ausgeprägter Hangneigung verstärkte Abstände zu Gewässern, Untersuchungen von Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft und Gärresten oder Aufzeichnungspflichten für kleinere Betriebe. Nur in der Umgebung von Oberflächengewässern mit Phosphatbelastung wird die P-Düngung in Abhängigkeit von den P-Gehalten der Böden begrenzt und ein Verbotszeitraum eingeführt. Das Merkblatt enthält die Regelungen im Einzelnen: Merkblatt LandesDüV RP 10 2019.pdfMerkblatt LandesDüV RP 10 2019.pdf
Die betroffenen Flächen können im GeoBox-Viewer (www.dlr.rlp.de) oder auf www.flo.rlp.de flurstückgenau eingesehen werden.

Betriebe, deren Nährstoffvergleich im dreijährigen Durchschnitt einen Saldo unter 35 kg N/ha aufweist und die dies der zuständigen Behörde (ADD, Trier) rechtzeitig nachweisen, sind von den hier beschriebenen, zusätzlichen Maßnahmen freigestellt.



Zuständigkeit
In Rheinland-Pfalz ist für den Vollzug (Genehmigungen, Anordnungen, Verfolgung sowie Ahndung von Ordnungswidrigkeiten) der Düngeverordnung die Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD, Trier) zuständig. Die Düngeberatung obliegt den Dienstleistungszentren Ländlicher Raum (DLR).

Fachliche Informationen zur Düngung, auch zur Einhaltung der Düngeverordnung, finden Sie im Portal Pflanzenbau - Düngung

Einen aktuellen Vortrag zur Düngeverordnung finden Sie hier:

DüV Multiplikatoren Fritsch 19 12 2017.pdfDüV Multiplikatoren Fritsch 19 12 2017.pdf



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