Das Projekt Gesundheitsmonitoring Rind in Rheinland- Pfalz

Ziel des Projektes Gesundheitsmonitoring Rind Rheinland-Pfalz (GM Rind RLP) war es, die Tiergesundheit und Nutzungsdauer der rheinlandpfälzischen Milchkühe zu verbessern. Damit einhergehend sollte auch das Herdenmanagement optimiert werden. Langfristiges Ziel war auch die Schätzung von Gesundheitszuchtwerte und die Implementierung dieser in der Holstein Zuchtwertschätzung. Dazu wurde gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern ein System zur Erfassung und Auswertung von Gesundheitsdaten von Milchkühen aufgebaut. Gefördert wurde das Projekt durch das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau bis 2018. Mit Ablauf des Jahres 2018 endete die Projektphase und das Gesundheitsmonitoring Rind ging unter Führung des LKV RLP-Saar den Regelbetrieb über.

Die Pilotbetriebe haben mit der Erfassung von Gesundheitsdaten auf Ihren Milchviehbetrieben den Grundstein für die Erarbeitung von Gesundheitszuchtwerten und Gesundheitsberichten gelegt und damit wertvolle Pionierarbeit geleistet. Somit ist es sehr erfreulich, dass der Landeskontrollverband Rheinland- Pfalz Saar e.V. das Gesundheitsmonitoring Rind mit einer betreuenden Person fortführt. Da das Gesundheitsmonitoring Rind die Kriterien der GAK (Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes") erfüllt, wird es in Zukunft mit GAK- Mitteln gefördert.

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Ziel des Projektes Gesundheitsmonitoring Rind Rheinland-Pfalz (GM Rind RLP) war es, die Tiergesundheit und Nutzungsdauer der rheinlandpfälzischen Milchkühe zu verbessern. Damit einhergehend sollte auch das Herdenmanagement optimiert werden. Langfristiges Ziel war auch die Schätzung von Gesundheitszuchtwerte und die Implementierung dieser in der Holstein Zuchtwertschätzung. Dazu wurde gemeinsam mit verschiedenen Projektpartnern ein System zur Erfassung und Auswertung von Gesundheitsdaten von Milchkühen aufgebaut. Die Züchter erhalten weitere wertvolle Parameter für eine Selektion auf verbesserte Tiergesundheit. Das Projekt startete im Oktober 2013 mit einer einjährigen Pilotphase mit ca. 50 Pilotbetrieben. Seit Oktober 2014 können sich weitere Betriebe dem Projekt anschließen.
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Durch die genaue Dokumentation aller Gesundheitsdaten können Schwachstellen im Bestand aufgedeckt und durch geeignete Gegenmaßnahmen die Tiergesundheit nachhaltig verbessert werden.

Bei Erkennen einer Erkrankung durch den Landwirt oder der Diagnosestellung durch einen Tierarzt, erfasst der Landwirt dies im Herdeninformationssystem NETRIND auf seinem Smartphone oder PC. Dieses Programm wird den Betrieben bisher vom Projekt zur Verfügung gestellt. Auch bereits vorhandene Herdenmanagementsysteme können, sofern sie zur Diagnoseerfassung/-übertragung geeignet sind, für das Projekt genutzt werden.

Zu jedem Tier entsteht so eine Gesundheitsakte in der alle Diagnosen von Geburt bis zum Abgang des Tieres archiviert sind. Auf Herdenebene werden die Diagnosedaten ausgewertet und aufbereitet und geben den Landwirten in Form von Quartalsberichten einen fundierten Überblick des Gesundheitsgeschehens. Dieser enthält auch einen externen Betriebsvergleich in dem sich die Landwirte mit anderen Betrieben anonym vergleichen können. Auch Tierärzte und Berater können nach Einverständnis des Landwirtes den Quartalsbericht erhalten. So können sie gemeinsam mit Projektteam und Landwirt vorherrschende Schwachstellen aufdecken und diesen gegen steuern.

Die erfassten Daten bieten noch einen weiteren Nutzen: Das Rechenzentrum vit in Verden errechnet aus allen Diagnosedaten der Rasse Deutsche Holstein Gesundheitszuchtwerte. Dabei fließen in die Auswertung auch Daten aus weiteren Gesundheitsmonitoring- Projekten aus Deutschland ein. Bereits heute stehen die inoffiziellen Zuchtwerte den Projektbetrieben zur Verfügung.


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    • Auswertungen zur Tiergesundheit in Form von Gesundheitsberichten
      • bieten eine gute Übersicht über Erkrankungshäufigkeiten
      • leichteres Erkennen von Bestandsproblemen
      • Hilfestellung für Selektionsentscheidungen
    • Gezielte Prophylaxemaßnahmen mithilfe von Aktionslisten
    • Beratung und Hilfestellung zum Management der Herde
    • Einordnung des Betriebs durch Vergleich zu anderen Betrieben
    • Kostenersparnis durch Krankheitsvorbeuge
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Am Projekt Gesundheitsmonitoring Rind können alle rheinland- pfälzischen Milchviehbetriebe teilnehmen, die der Milchleistungsprüfung angeschlossen sind und über einen Internetzugang verfügen.


Die Teilnahme am Projekt ist kostenfrei.


Am Gesundheitsmonitoring Rind interessierte Betriebe können sich in 2019 Jahr gerne beim LKV RLP-Saar e.V. unter 0671- 88 60 20 melden.



















Johannes.Blang@dlr.rlp.de     www.GM-Rind.rlp.de drucken